Chancengleichheit

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Bevor wir in das Thema Chancengleichheit einsteigen, eine kleine Geschichte:
Es war einmal in einer Stadt, da lebten die Menschen glücklich und zufrieden zusammen. Alle waren sich gleich und sie lebten Tür an Tür, ummauert von einer robusten Festung. Schule, Bildung und Jobs waren für jede Person frei zugänglich. Jede:r konnte den Job auswählen, den er oder sie gerne ausüben wollte. Doch abseits der starken Mauern dieser Festung sah die Welt ganz anders aus. Es gab viele Menschen, die in Armut lebten und egal wie sehr sich diese Menschen bemühten, sie würden nie ein Teil der noblen Gesellschaft der schönen Festung werden…

Alles nur ein Märchen oder Realität? Wann sind Gesellschaften gerecht? Wie können wir Chancen und Zugangsmöglichkeiten besser verteilen? In unserem Märchenland wird deutlich: Eine gerechte Gesellschaft sieht so nicht aus. Doch in der Realität gestaltet sich die Bewertung einer Gesellschaft weitaus komplexer. Hier existieren nicht nur klare Gegensätze von Schwarz und Weiß, sondern es bedarf der Berücksichtigung zahlreicher Grautöne, um ein ausgewogenes Bild zu erhalten.

In unserem Märchenland wird deutlich: Eine gerechte Gesellschaft sieht so nicht aus. Doch in der Realität gestaltet sich die Bewertung einer Gesellschaft weitaus komplexer. Hier existieren nicht nur klare Gegensätze von Schwarz und Weiß, sondern es bedarf der Berücksichtigung zahlreicher Grautöne, um ein ausgewogenes Bild zu erhalten.

Wann ist eine Gesellschaft überhaupt gerecht?

Was soziale Gerechtigkeit bedeutet, darüber gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Und die Diskussion darüber, was gerecht ist und was nicht, ist hoch im Kurs: So bringt die Linke aktuell eine Forderung nach einer Vermögenssteuer vor. Das Thema der Vermögensumverteilung beschäftigt viele Menschen. Eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2021 ergab, dass 77 Prozent der Befragten sich für eine Einführung der Vermögenssteuer in Deutschland aussprechen.

Um soziale Gerechtigkeit zu definieren und zu erfassen, werden oft bestehende soziale Ungleichheiten herangezogen. Darunter fallen z.B. die Verteilung von Vermögen und Einkommen. Aber auch Faktoren wie der Zugang zum Gesundheitswesen sowie politische Teilhabe. Das heißt, Gerechtigkeit und Chancengleichheit haben viele Facetten und können sowohl gesamtgesellschaftlich, politisch oder ethisch betrachtet werden.

Das heißt aber auch, dass Gerechtigkeit ein Konzept ist, das Interpretationsraum mit sich bringt. So verstehen einige unter Gerechtigkeit Ergebnisgleichheit. Das bedeutet, dass jede:r das Gleiche bekommen sollte. Beispielsweise gelten laut diesem Verständnis hohe Einkommensungleichheiten als ungerecht. Andersherum können hohe Einkommensungleichheiten auch als sozial gerecht interpretiert werden, wenn man die Ansicht vertritt, dass die Vergütung einer Person von ihrer individuellen Leistung abhängt.

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Chancengleichheit? Gerechtigkeit? Chancengerechtigkeit!
Eine Begriffsdefinition

Soziale Gerechtigkeit, Bildungsgerechtigkeit, Chancengerechtigkeit, politische Gerechtigkeit, juristische Gerechtigkeit, Generationengerechtigkeit… Diese Liste könnte noch lange weitergeführt werden. In der gesellschaftlichen Diskussion haben Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit viele Facetten. Oft werden die Begriffe soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit synonym verwendet und “in denselben Topf geworfen”.  Um eine differenzierte Diskussion führen zu können, müssen die Begriffe klar abgesteckt sein. Was ist Gerechtigkeit? Was ist Chancengleichheit?

Gerechtigkeit
Gerechtigkeit ist die Grundnorm des menschlichen Zusammenlebens. Sie ist der zentrale Grundwert einer Gesellschaft und oberstes Ziel eines Rechtsstaates und fungiert als Ordnungs- und Verteilungsprinzip. Eine allgemeine Definition gab der römische Jurist Ulpian (170–228 n. Chr.). Er definierte Gerechtigkeit als „den festen und dauerhaften Willen, jedem sein Recht zuzuteilen“. Gerechtigkeit reguliert zwischenmenschliche Beziehungen und beinhaltet stets das Element der Gleichheit, indem jedem sein Recht (ius suum) zugestanden wird. Die zentrale Frage eines Rechtsstaates ist es, wie dieses Recht festgelegt wird.

Gerechtigkeit kann aber auch als Tugend verstanden werden. Dieses Gerechtigkeitsverständnis geht auf die alten Griechen, insbesondere auf Aristoteles und Platon zurück. Gerechtigkeit als Tugend bedeutet, jedem das Seine zukommen zu lassen und fair zu handeln. Es geht darum, die Rechte und Bedürfnisse aller Menschen gleichermaßen zu respektieren und Ungleichheiten auszugleichen. (Stay tuned: Dazu mehr im nächsten Abschnitt)

Chancengleichheit

Chancengleichheit ist ein sozialpolitischer Grundsatz, der darauf abzielt, dass alle Bürger:innen die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu Bildungseinrichtungen und gleiche Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe haben. Dies bedeutet, dass unabhängig von Faktoren wie sozialer Herkunft, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Behinderung und anderen Merkmalen allen Menschen die gleichen Möglichkeiten haben sollten, ihr volles Potenzial zu entfalten, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden und an allen Lebensbereichen teilzuhaben.

Chancengerechtigkeit

Man nehme Gerechtigkeit und Chancengleichheit und schon hat man Chancengerechtigkeit? Im Vergleich zur Chancengleichheit, die die gleichmäßige Verteilung von Ressourcen meint, geht die Chancengerechtigkeit noch einen Schritt weiter. Ein Zustand gilt als gerecht, wenn Ressourcen nicht nur so verteilt werden, dass alle Menschen die gleichen Möglichkeiten haben, sondern wenn abgesichert wird, dass alle Menschen die gleichen Startmöglichkeiten haben. Das heißt, sie berücksichtigt unterschiedliche Bedürfnisse und Voraussetzungen. Diese unterschiedlichen Bedürfnisse und Voraussetzungen müssen gesellschaftlich und politisch ausgeglichen werden. Das heißt in Aristoteles Worten: Ungleiches muss ungleich behandelt werden.

Chancengleichheit

Ein Beispiel, um Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit zu unterscheiden:

  • Chancengleichheit: Alle Menschen haben das Recht auf einen angemessenen Wohnraum.
  • Chancengerechtigkeit: Menschen mit Behinderung erhalten Unterstützung, um barrierefreie Wohnungen finanzieren zu können. Dies können politische Maßnahmen wie Subventionen für Umbauten oder Assistenzen sein.

Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Fairness sind keine Ideen, die erst seit der Moderne gesellschaftlich und politisch verhandelt wurden. Es sind Konzepte, die schon seit den frühesten menschlichen Gemeinschaften im menschlichen Bewusstsein verankert sind. Schon Aristoteles und Platon beschäftigen sich mit Fragen, wann eine Gesellschaft wirklich gerecht ist.Aber auch religiöse Schriften wie die Bibel oder der Koran enthalten Diskussionen über Fairness, Gleichheit und soziale Gerechtigkeit.

Eine kleine Zeitreise zu den alten Griechen

Um Chancengleichheit besser zu verstehen, lohnt sich eine kleine Zeitreise ins alte Griechenland.

Wie bereits angedeutet, betrachtete Aristoteles Gerechtigkeit als eine Tugend.

Er unterscheidet zwei zentrale Formen der Gerechtigkeit:

  • Ausgleichende oder kommutative Gerechtigkeit: Diese Form der Gerechtigkeit zielt darauf ab, dass alle Personen genau gleich behandelt werden. Dabei sind ihre Eigenschaften, ihre soziale oder politische Stellung irrelevant. Es ist unerheblich, wie viele jede einzelne Person zur Gesellschaft beigetragen hat; alle bekommen denselben Anteil. Das Prinzip der ausgleichenden Gerechtigkeit ist die Äquivalenz (Gleichheit) oder, wie oben bereits genannt, die Ergebnisgleichheit.
  • Verteilungsgerechtigkeit oder distributive Gerechtigkeit: Diese Form der Gerechtigkeit erlaubt Ungleichheiten zwischen den Bürger:innen. Aristoteles argumentiert, dass Bürger, die verschieden sind, auch verschieden behandelt werden sollten. Was bedeutet das? Güter und Ehren werden nach diesem Prinzip je nach Leistung oder Bedürfnis fair verteilt. Das Prinzip der distributiven Gerechtigkeit ist die proportionale Gleichheit.

Für Aristoteles ist nicht jede Art von Gleichheit gerecht. Er unterscheidet zwischen numerischer Gleichheit und proportionaler Gleichheit. Einfacher formuliert: Ist es gerecht, wenn alle dasselbe Stück Kuchen bekommen (numerische Gleichheit), egal wie viel Hunger sie haben. Oder sollten Menschen, die aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht so viel zu essen haben, ein größeres Stück Kuchen abbekommen (proportionale Gleichheit)? Was ist gerecht?

Ein Beispiel aus dem Unternehmensalltag

Im Marketing-Team des Unternehmens Müller & Co. arbeiten 15 Personen. Unter ihnen sind drei Personen, die gerade mehrere Themen in ihrem Leben vereinbaren müssen (Pflege eines Angehörigen und kleine Kinder, die intensivere Zuwendung benötigen). Nach dem Prinzip der kommutativen Gerechtigkeit würden allen Mitarbeitenden dieselben Verantwortungen und Aufgaben zugewiesen. Ihre individuellen Umstände und Bedürfnisse werden nicht weiter berücksichtigt.

Dies wird wahrscheinlich dazu führen, dass die vier betroffenen Personen überlastet werden und „ausbrennen“, da ihre spezifischen Bedürfnisse nicht berücksichtigt werden. Im Gegensatz dazu berücksichtigt das Prinzip der distributiven Gerechtigkeit eine balancierte Art der Arbeitsbelastung und Aufgabenverteilung im Marketing-Team, je nach den spezifischen Bedürfnissen der Teammitglieder. Das bedeutet, dass die betroffenen Personen, die beispielsweise Familienangehörige pflegen oder versorgen müssen, beispielsweise flexiblere Arbeitszeiten, Home-Office-Möglichkeiten oder Unterstützung bei der Kinderbetreuung erhalten. So wird es ihnen ermöglicht, Beruf und Familie zu vereinen, ohne dabei überlastet zu werden.

Chancengleichheit

Deutschland im Gerechtigkeits-Check

Und unser Grundgesetz geht sogar noch weiter: Es hebt hervor, dass niemand aufgrund seiner Abstammung, Rasse, seiner Sprache, seiner Herkunft, seines Glaubens oder seiner Weltanschauung benachteiligt werden darf. Hört sich gut an, aber ist das wirklich so? Ist es in Deutschland egal, welchen sozialen Hintergrund man hat? Welcher Religion man angehört? Wie viel Gerechtigkeit und vor allem Chancengleichheit gibt es in Deutschland wirklich?

Zeit für einen Reality-Check.

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung aus dem Jahr 2021 hat ergeben, dass das allgemeine Gerechtigkeitsempfinden in Deutschland gering ist. Abgefragt wurden in der Studie drei unterschiedliche Aspekte des Gerechtigkeitsempfindens: die allgemeine Einschätzung der Verteilungsgerechtigkeit in Deutschland, das konkrete Gerechtigkeitsempfinden im Hinblick auf das eigene Einkommen beziehungsweise des Vermögens sowie die Bewertung der Generationengerechtigkeit.

79 Prozent der Befragten gaben an, dass es in Deutschland keine Verteilungsgerechtigkeit gibt. Auch die Generationengerechtigkeit bewerteten 66 Prozent negativ. Nur 39 Prozent aller Befragten waren der Meinung, dass das eigene Einkommen oder Vermögen gerecht sei. Auch ergab die Studie weitere interessante Unterschiede innerhalb der Gesellschaft: So haben Männer ein signifikant höheres Gerechtigkeitsempfinden als Frauen und Menschen mit höherem Einkommen, höherer formaler Bildung sowie Bildungsaufsteiger:innen empfinden die gesellschaftliche Situation als gerechter.

Das Ergebnis zeigt: Die Deutschen empfinden ein gesellschaftliches Ungleichgewicht.

Um die Chancengleichheit in Deutschland zu bewerten, werden oft Statistiken über den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungsabschluss herangezogen. Denn ob ein Bildungsweg in Deutschland an der Universität endet, hängt maßgeblich von ihrer sozialen Herkunft ab. So sind junge Erwachsene, die aus Familien stammen, in denen mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss besitzt, nahezu doppelt so stark an deutschen Hochschulen vertreten. Sie machen 53 Prozent der Studienbeginnenden aus. Im Gegensatz dazu fangen nur rund 30 Prozent ein Studium an, die aus einer Familie kommen, deren Eltern höchstens einen beruflichen Abschluss vorweisen können. Vereinfacht heißt das: reiche Eltern, gute Bildungschancen.

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Ist das Chancengleichheit? Ist das gerecht?

Das lässt die Frage aufkommen, wie wir eine gerechtere und vor allem chancengerechte Gesellschaft werden können?

Um eine Gesellschaft chancengerechter zu gestalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine viel diskutierte Möglichkeit ist, die Reicheren stärker zu beteiligen. Eine Idee ist es, wie von den Linken gefordert, Vermögen stärker zu besteuern. Denn dass in Deutschland die reichsten zehn Prozent über die Hälfte des gesamten Vermögens verfügen, wird durch das Steuersystem begünstigt. Arbeit wird im Vergleich zu Vermögen und Erbschaften deutlich stärker besteuert.

Eine weitere Idee ist es, die Mittelschicht zu stärken. Denn sie bildet das gesellschaftliche Rückgrat. Wächst die Mittelschicht, wächst die Kaufkraft und trägt somit zum Wirtschaftswachstum bei, was wiederum mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für alle schafft. Es fördert soziale Mobilität und Stabilität.

Chancengleichheit geht uns alle etwas an: Welche Rollen spielen Unternehmen?

Chancengleichheit ist ein Anliegen, das uns alle betrifft. Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Wirtschaft ist ein wesentlicher Treiber für die Förderung von Chancengleichheit. Unternehmen können verschiedene Maßnahmen ergreifen und zu einer gerechteren und chancengerechteren Gesellschaft beitragen. Welche konkreten Schritte sollten Organisationen unternehmen, um sicherzustellen, dass alle Menschen beziehungsweise ihre Mitarbeiter die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben und eine diskriminierungsfreie Teilhabe für alle gewährleistet wird? Können sie sogar über ihren Unternehmenskontext hinaus einen Beitrag leisten?

1. Inklusive Personalpolitik:

  • Förderung von Vielfalt und Teilhabe, Diversity und Inclusion
  • Gerechte und inklusive Recruiting-Maßnahmen
  • Aufklärung über Themen wie Gender Bias, Halo-Effekt oder Unconscious-Bias im HR und in den Führungsebenen.
  • Flexible Arbeitsmodelle: Gleitzeit, Homeoffice und Co.
  • Karriereförderung durch Möglichkeit der Weiterbildung innerhalb des Unternehmens für alle.
  • Einführung einer Frauenquote

2. Soziales Engagement:

  • Unterstützung von sozialen Projekten
  • Spenden und Sponsoring an NGOs, Stiftungen und soziale Projekte

3. Nachhaltige Geschäftspraktiken:

  • Fairer Handel: Gerechte und nachhaltige Lieferketten.
  • Transparenz: Egal ob über die Lieferkette oder über die Arbeitsbedingungen oder die betriebliche Zusammensetzung.

Best Practice: Chancengleichheit

Wie wir sehen, gibt es viele Wege und Möglichkeiten, wie Unternehmen einen Beitrag leisten können, um Chancengleichheit zu fördern. Chancengleichheit kann groß gedacht werden: Wie kann eine Gesellschaft chancengerecht werden? Aber wie so oft im Leben heißt es, erst einmal klein anfangen. Deswegen kann und sollte Chancengleichheit in kleineren Dimensionen gedacht und umgesetzt werden: Wie kann ein Team gerechter werden?

Wie kann ein Team innerhalb eines Unternehmens chancengleich werden?
Unsere 3 Tipps für den Unternehmensalltag für gerechtere Teams:

  1. In Teammeetings wird immer wieder deutlich, dass Extrovertierte den größten Redeanteil auf sich verteilen. Ideen von introvertierten Menschen wird kein Raum gegeben, beziehungsweise sie schaffen es nicht, sich Gehör zu verschaffen. Hier ist es die Aufgabe der Teamleitung, Führung zu übernehmen. Es muss sich die Frage gestellt werden: Wie können Meetings besser moderiert werden? Wie können die Redeanteile besser verteilt werden?

    Es hilft, vorab eine Tagesordnung zu erstellen und so kann sichergestellt werden, dass jedem Teammitglied genügend Zeit gegeben wird, um zu sprechen. Die Teamleitung sollte proaktiv handeln und gezielt introvertierte Teammitglieder ermutigen, sich zu äußern. Es kann auch hilfreich sein, alternative Kommunikationsmethoden wie Brainstorming-Sessions einzuführen.
  2. Wer am lautesten schreit, hat recht? So läuft es oft, wenn es darum geht, Projekte an Teammitglieder zu verteilen. Teamleitungen sollten sich bei der Entscheidung über Projekte weder von Extrovertiertheit der Teammitglieder noch von Sympathien leiten lassen. Auch Sympathien spielen bei der Vergabe von Projekten oder von Beförderungen oft eine entscheidende Rolle. Aus psychologischer Sicht verständlich, denn wir können uns am besten mit Menschen identifizieren, die uns ähnlich sind. Für Chancengleichheit sorgt das allerdings nicht.
  3. Innerhalb des Teams gibt es Mitglieder mit umfangreicher Erfahrung in der neuen Software und einem starken IT-Hintergrund. Andererseits gibt es auch Teammitglieder, die wenig oder keine Erfahrung mit der Software haben oder generell Schwierigkeiten mit Computern und IT-Systemen haben.

    Um sicherzustellen, dass alle Teammitglieder die Möglichkeit haben, entsprechend ihrem individuellen Tempo und ihren Bedürfnissen zu lernen, hat es sich als wirksam erwiesen, innerhalb des Unternehmens Kurse entsprechend dem Erfahrungslevel anzubieten. Dies bedeutet, dass verschiedene Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis angeboten werden.

    Oft erleben Kursteilnehmer Frustration, wenn der Lernstoff nicht ihrem individuellen Kenntnisstand entspricht, was entweder zu Langeweile oder Überforderung führen kann. Indem das Unternehmen verschiedene Kursniveaus anbietet, wird sichergestellt, dass jeder Mitarbeiter auf seinem eigenen Level lernen kann, was die Effektivität der Schulung erhöht und die Chancengleichheit im Team fördert.

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