Managementberatung München – Was eine seriöse Beratung ausmacht

Das Angebot an Unternehmensberatern ist nahezu unüberschaubar. Neben den großen Namen wie McKinsey, BCG, Bain oder Roland Berger gibt es viele tausend Einzelkämpfer zu allen denkbaren Beratungsfeldern, zum Beispiel im Bereich Managementberatung.

Wer auf LinkedIn ein Profil hat, weiß wovon wir sprechen. Hier vergeht kaum eine Woche, in der man nicht von einem Coach, Berater oder Trainer angesprochen wird. Die Kern-Aussagen sind meist oft dieselben: Wir machen dich erfolgreicher, gesünder, fitter und reicher. Und das selbstverständlich schon in wenigen Wochen oder Monaten. Verkauft werden noch nie dagewesene Strategien, einzigartige Methoden und unschlagbare Erfolge. Mit seriöser Beratung hat das meist wenig zu tun. Verkauft werden Online-Kurse aus der Konserve, Coaching am Fließband und Beratung von Beratern, die sich ihr Thema gefühlt gestern angeeignet haben. Frei nach dem Motto: “If you want to reach it, teach it.“ 

Häufig soll dann im Voraus eine 4-5-stellige Summe überwiesen werden, um dem eigenen Erfolg nahe zu kommen. Wir möchten niemand unrecht tun. Es gibt viele gute Berater abseits der namhaften Beratungshäuser. 

Doch der Mangel an Schutz für die Berufsbezeichnung Berater führt leider auch dazu, dass Menschen mit dem Ziel eines schnellen Reichtums sich in der Beraterbranche tummeln, die keine Legitimation hierfür mitbringen. Also denen entweder Berufspraxis in dem Bereich fehlt, in dem sie Unternehmen beraten, oder sie noch nie längere Zeit als Berater gearbeitet haben. 

Was viele auch vergessen: Beratung ist ähnlich wie Coaching ein sensibler Bereich. Es ist nicht schwer mit einem leichtfertig gegebenen Ratschlag großen und nachhaltigen Schaden anzurichten. Sei es finanziell oder persönlich.

Eine seriöse Management Beratung – was ohnehin die Königsdisziplin in der Beratung ist – hat ein solides Fundament. Bestehend aus fundierten Kompetenzen in den Bereichen Persönlichkeit, Formale Kompetenz, Fachliche Kompetenz und Methodenkompetenz.

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Managementberatung München: Woran Sie eine seriöse Beratung erkennen

Ein guter Berater muss unserer Meinung nach nicht mehrere Doktortitel besitzen und braucht auch keine 15-jährige Erfahrung bei McKinsey oder der Boston Consulting Group. Was er jedoch definitiv mitbringen muss, ist Kompetenz in seinem Beratungsfeld. Wie diese erlangt wurde ist zunächst einmal sekundär. Welche Kompetenzen sind erforderlich? Wir klären auf.

Die Berater-Persönlichkeit

Um andere Menschen beraten zu können, muss ich als Berater selbst eine gefestigte Persönlichkeit sein. Es ist unmöglich, andere erfolgreich zu machen, wenn ich selbst psychisch nicht stabil oder unsicher bin. Ein Berater arbeitet an seiner Persönlichkeit, ist selbstbewusst, reflektiert und beherrscht den Umgang mit anderen Menschen und Persönlichkeiten. Er hat Interesse an anderen Menschen und einen hohen „EQ“ – ein guter Berater besitzt also eine gewisse emotionale Intelligenz. Jemand, der sich am liebsten hinter seinem Laptop zu Hause verschanzt und mit sich alleine glücklich ist, kann andere nicht beraten. 

Formale Kompetenz

Es schadet sicher nicht, im angebotenen Beratungsfeld ein Studium, eine Ausbildung oder andere Art von Qualifikation erworben zu haben. Oder einfach formuliert: Ich kann keine Autos reparieren, wenn ich mich mit Autos nicht auskenne. Es ist absolut selbstverständlich, dass der Inhaber einer Autowerkstatt selbst KFZ-Mechaniker oder eine vergleichbare Ausbildung absolviert hat. Oder würden Sie einem Arzt Ihr Auto anvertrauen? Oder: Würden Sie zu einem Arzt gehen, der Ihnen erzählt, dass er sein Arztwissen sich selbst mit Hilfe einiger Medizinbücher angeeignet hat? Vermutlich nicht. Doch im Bereich Beratung und Coaching ist es scheinbar teilweise völlig legitim, wildfremden Menschen die eigene Gesundheit oder das eigene Unternehmen anzuvertrauen. Wenn Sie einen Berater kennenlernen, der Ihnen also zum Beispiel eine Marketingberatung anbietet, hat er idealerweise Marketing studiert oder eine längere Berufserfahrung und fundiertes Wissen in diesem Bereich vorzuweisen. Alles andere wäre unseriös.

Fachkompetenz

Meist eine Folge der formalen Kompetenz – ein fundiertes Fachwissen.  Testen Sie Ihren Berater, nehmen Sie Spezialisten und Experten aus Ihrem Unternehmen zum Erstgespräch mit und stellen Sie dem Berater fachliche Fragen, die in die Tiefe gehen. Wie wird der in Ihrem Projekt vorgehen? Wie genau wird die Unternehmensstrategie erarbeitet? Wie wird eine Positionierung durchgeführt? Wie ist das konkrete Vorgehen in einem Innovationsprojekt? Wie sind die einzelnen Schritte zu einem neuen Geschäftsmodell? Mit welchen Methoden arbeitet der Berater? Wie sieht eine Markenstrategie aus? Gibt es Beispiele aus vergangenen Projekten, die Ihnen der Berater nennen kann? Wie sieht eine Digitalstrategie genau aus – was wird in welchem Schritt gemacht? Und wenn es um die anschließende Umsetzung geht: Wie sieht die Vertriebsstrategie aus? Wie erfolgt die Kommunikation alle Stake- und Shareholder aus? Wie wird der Erfolg gemessen? Mit welchen KPIs arbeitet er? Wie sieht das Qualitätsmanagement aus, so dass Sie sich sicher sein können dass das Projekt ein voller Erfolg wird

Methodenkompetenz

Ein wichtiges Thema in der Beratung. Strategie braucht Methode, die Umsetzung im Unternehmen kann nicht nach Prinzip Zufall geschehen. Wie geht der Berater mit möglichen Konflikten in den Teams um? Wie werden kulturelle Fragestellungen angegangen? Wie wird ein neues Geschäftsmodell entwickelt und getestet? Welche Methoden kommen zum Einsatz und wie funktionieren diese? Mit welchen Tools und Methoden arbeitet die Management Beratung in der Praxis? Welche Beratertools kommen zum Einsatz? Und wie unterscheidet sich diese Art der Beratung von anderen Beratern, die Sie angefragt haben? Ist das fundiert, was der Berater anbietet? Sie werden es schnell merken, auch wenn Sie keine Detailkenntnis in einzelnen Fachbereichen oder Methoden besitzen. Auch hier empfiehlt es sich, das Gespräch, um dem Berater auf den Zahn zu fühlen, nicht alleine zu führen. Nehmen Sie eine Ihrer Führungskräfte oder einen Experten aus einem Ihrer Fachbereiche mit. 

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Managementberatung in München: Welche Tagessätze sind angemessen?

Sie haben dem Berater auf den Zahn gefühlt, fachlich und methodisch ist alles klar und man entschließt sich zur Zusammenarbeit. Wenn nicht schon geschehen, wird nun über Geld gesprochen. Sie fragen nach dem Preis für die Beratung. Nicht selten kommt es hier zu unterschiedlichen Vorstellungen. 

Doch welche Tagessätze sind üblich? Was ist fair und was ist maßlos überzogen? Klar ist: In der Beratungsbranche gibt es nicht den einen Tagessatz. Und es gibt auch keine Vergütungsregelung wie dies zum Beispiel für Steuerberater üblich ist. Vielmehr gibt es eine Spanne, die von wenigen hundert Euro bis zu 10.000 Euro und mehr reichen kann. In letzterem Fall sprechen wir dann aber zum Beispiel von der Beauftragung eines Principals oder Partners einer der BIG 5 Unternehmensberatungen. Ob ein Tagessatz zwischen 5.000 und 10.000 Euro angemessen ist, ist aus unserer Sicht fraglich. Ähnliche Sätze finden Sie sonst nur noch bei großen Rechtsanwaltskanzleien, wo eine Rechtsberatung schnell einmal ein paar hundert Euro pro Stunde kosten kann. 

Wie hoch die Tagessätze sind, kommt auch auf das Themenfeld an. Eine Social Media-Beratung ist sicher für weniger Geld zu haben, als eine Strategie- und Managementberatung. Angebot und Nachfrage bestimmen hier ebenfalls das Preisgefüge. Wirklich gute und erfahrene Berater sind selten. Eine solide Beratung für den Mittelstand – unabhängig vom Thema, bewegt sich nach unserer Erfahrung in Bereichen zwischen 1.500 und 3.000 Euro pro Tag. Ein teures Vergnügen, mögen Sie als mittelständischer Unternehmer nun denken. Doch nehmen wir den Tagessatz einmal näher unter die Lupe. 

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Managementberatung in München: Der Tagessatz unter der Lupe

Was kommt am Ende wirklich beim Berater an? Klar ist: Kaum ein Berater ist 220 Arbeitstage im Jahr ausgebucht. Zumal das keinen Sinn ergibt. Wenn er 220 Tage im Jahr berät, wann erarbeitet er Strategien und Konzepte für seine Kunden? Wann hat er Zeit für Neu-Akquise von Projekten? Wann bildet er sich weiter? Verdient wird jedoch logischerweise nur, wenn auch für ein Kundenprojekt aktiv gearbeitet wird. 

Gehen wir davon aus, ein Berater wird für 100 Beratertage zu einem Tagessatz von 1.800 Euro pro Tag beauftragt. Dann sind das gerade einmal 180.000 Euro Umsatz. Abzüglich Sozialversicherung, Steuern, Kosten für Büromiete, IT-Ausstattung, die eigene Weiterbildung und Gehälter bleibt davon nicht mehr viel übrig. Reich wird der Berater damit nicht. Wenn er sich davon ein Gehalt von 70.000 oder 80.000 Euro auszahlen wollen würde, wäre das schon viel und möglicherweise auch gar nicht machbar. Und die Frage, ob 70.000 Euro Gehalt für einen erfahrenen Strategieberater mit 10-15-jähriger Berufserfahrung, zahlreichen Ausbildungen und Erfahrung als Unternehmer angemessen sind, können Sie sich selbst beantworten. 

Nicht zu vergessen: Wie ist Ihr ROI, wenn Sie ein Berater vielleicht 180.000 oder 250.000 Euro kostet, Ihnen die Beratung aber am Ende einen 7-stelligen Mehrumsatz bringt? An dieser Stelle wird oft zu kurz gedacht. Viele Unternehmer sehen lediglich die Kosten der Investition, vergessen aber den Mehrwert und Nutzen, gemessen in einem konkreten Return on Invest. Wenn Ihnen als bisher reines Offline-Unternehmen der Berater eine E-Commerce-Strategie entwickelt, mit der Sie Ihre Produkte weltweit online verkaufen und damit 7-8-stellige Umsätze erzielen können, hat sich die Investition in Ihren Berater mehrfach ausgezahlt. 

Lassen Sie uns abschließend noch die oben genannten 250.000 Euro einem internen Mitarbeiter gegenüberstellen. Wenn Sie einen Top-Manager einstellen, kostet dieser schnell eine ähnliche Summe. Plus Personalnebenkosten, Weiterbildung, Firmenwagen und vieles mehr. Und dieser Top-Manager arbeitet nicht 220 Tage produktiv nur an Ihrem Thema. Er wird viel Zeit in Meetings verbringen und Themen delegieren. Am Ende bleiben vermutlich weniger als 100 Tage für die Umsetzung des eigentlichen Projekts. Hinzu kommt: einen Top-Manager können Sie nicht mal eben für ein Projekt einstellen und danach wieder entlassen.  

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